Verschärfter Richtwert für Bisphenol A

Nach der Auswertung von 450 Studien empfiehlt jetzt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) in einem vorläufigen Gutachten eine Senkung der sogenannten tolerierbaren täglichen Aufnahmedosis von Bisphenol A (BPA) auf ein Zehntel des bislang von ihr propagierten Wertes von 50 µg. Sie war zum Schluss gekommen, der Stoff könne sich schädlich auf Leber und Nieren sowie die Brustdrüsen auswirken. Ferner beständen erhebliche Unsicherheiten, ob BPA auch Fortpflanzungsorgane, den Stoffwechsel wie auch das Nerven- und Kreislaufsystem stören kann. Für Babyfläschen darf die Chemikalie bereits EU-weit nicht mehr verwendet werden.

Kritische Stimmen gehen noch weiter und verdächtigen Bisphenol, hormonell zu wirken – ähnlich dem weiblichen Östrogen. Zudem soll es die männliche Spermienproduktion beeinträchtigen.

Die BPA-Produktion boomt, der Stoff ist eine der meistproduzierten Chemikalien der Welt. In vier Jahren soll sich die Produktion auf über acht Millionen Tonnen verdoppelt haben!

Für Hersteller ist der von der Efsa empfohlene Richtwert rechtlich nicht bindend.

Bisphenol A in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bisphenol_A

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