Kategorie: Irreführungen

Vitamintabletten erhöhen Krebsrisiko

Laut dem gleichnamigen Fernsehbeitrag von Nina Schmidt, ausgestrahlt am 16.10.2013 in der Sendung „alles wissen“ des Hessischen Rundfunks, geben die Deutschen jedes Jahr 900.000.000 Euro für künstliche Vitamine und Mineralstoffe aus. Diese Kunstprodukte können sich mitunter jedoch auch als Risiko für die Gesundheit entpuppen, berichtete Prof. Rudolf Kaaks vom Deutschen Krebsforschungsinstitut in Heidelberg der Autorin und warnt vor einem intensiven Genuss. Dabei ginge es um Herzinfarkt und bestimmte Krebserkrankungen (z. B. Prostata- und Lungenkrebs), wie Studien gezeigt hätten.

Die Autorin führte eine US-amerikanische Studie auf, bei der 20.000 Männern – alle Raucher oder Ex-Raucher – eine erhöhte Dosis Betakarotin verabreicht worden war in der Hoffung, dass das Lungenkrebsrisiko dadurch sinken würde. Doch das Gegenteil wurde den überraschten Forschern offensichtlich. Durch die Betakarotingabe erhöhte sich die Lungenkrebsrate um 18 %. Die Studie wurde sofort abgebrochen.

Die weltweit größte Vitaminstudie mit 200.000 Probanden unternahmen Forscher 2007 in Dänemark. Sie fragten sich, ob die Vitamine A, C und E tatsächlich das Immunsystem stärken und sich eine antioxidative Wirkung nachweisen lässt – mit auch hier beunruhigenden Ergebnissen. Dabei – so die Autorin – zeigte die Einnahme von Vitamin C gar keinen Effekt. Diejenige von Vitamin E ließ die Sterblichkeit um 4 % steigen und die von Vitamin A sogar um 14 %.

Freie Radikale, entstanden durch Stress, Rauchen, schlechte Ernährung und zu viel Sonnenlicht, können gesunde Zellen schädigen und zu Krebszellen mutieren lassen, so die Autoren. Die Einnahme von Vitaminen sollte diese binden und unschädlich machen. Doch wieso verursacht offenbar die Einnahme eben dieser Vitamine um so mehr Krebszellen? Wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C stellen kein Problem dar, weil sie mit dem Urin ausgeschieden werden. Die fettlöslichen Vitamine A, E und Betakarotin hingegen können in hohen Dosierungen toxisch wirken, was sich im Körper anhäuft, erklärte Prof. Kaaks. Somit sei die Annahme, die Vitamine A, E und Betakarotin würden der Immunabwehr helfen, falsch, resümierte die Autorin.

Zur Wirksamkeit des Mineralstoffs Calcium werteten Prof. Kaaks und sein Team die Krankenakten von 25.000 Menschen aus, die das Mineral über mehrere Jahre täglich zu sich genommen hatten – mit einem auch hier beunruhigenden Ergebnis. Diese Probanden hatten ein zwei- bis zweieinhalbfach erhöhtes Risiko zur Entwicklung von Herzinfarkten.

Zur Beantwortung der Frage, ob unsere tägliche Nahrung ausreiche, uns hinreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, befragte die Autorin des Filmes die Hamburger Ernährungswissenschaftlerin Dr. Brigitte-Christine Zyriax von der Uniklinik Hamburg-Eppendorf. Wenn nicht explizit ein Mangel an einem bestimmten Stoff nachgewiesen worden sei, würde eine vernünftige Ernährung ausreichend sein – der Wochendurchschnitt müsse stimmen. So hätte zum Beispiel ein Apfel hunderte von Inhaltsstoffen wie Vitamine, Mineralien, Ballast- und sekundäre Pflanzenstoffe. Das alles zusammen würde dann wohl den protektiven Effekt ausmachen.

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Oettinger, auch Freund der Öl-Multis?

Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ äußerte EU-Energiekommissar Günther Oettinger, die Diskussion um das Fracking würde in Deutschland zu emotional geführt und das Land liefe in Gefahr, den Anschluss an eine wichtige Zukunftstechnologie zu verlieren, was sich im nächsten Jahrzehnt rächen würde.

Oettinger, dem die EU u. a. die hochgiftigen sogenannten Energiesparlampen (siehe auch http://www.yo-fish.de/?p=19 und http://www.yo-fish.de/?p=22) sowie eine tatkräftige Unterstützung im Kampf gegen „zu harte CO2-Auflagen“ für die Autoindustrie (siehe auch http://www.yo-fish.de/?p=486) „verdankt“, rät auch Deutschland, kein endgültiges Nein zum mit riskanten Umweltgefahren behafteten, hoch umstrittenen Fracking zu formulieren.

Umstrittene Erdgasförderung: Forscher wollen Fracking in Deutschland
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/umstrittene-erdgas-foerderung-forscher-wollen-fracking-in-deutschland-a-887652.html

Mehr zum Thema „Fracking“ beim BUND
http://www.bund.net/service/suche/?special_e-mail=&special_name=&pub_searchWords=Fracking

Fracking in der Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Fracking

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Kennzeichnung ist keine Pflicht – Versteckte „Schweinerei“

Verbrauchertäuschung hat ganz legal Methode. Ob in Chips, Käse, Süßigkeiten oder Säften: In zahlreichen Lebensmitteln stecken Spuren von Tieren, ohne dass dies auf der Verpackung steht.

http://www1.wdr.de/themen/panorama/sp_pferdefleisch/pferdefleisch192.html

Der Beitrag ist aus der WDR-Mediathek leider nicht mehr abrufbar.

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„Gepanschter“ Tiefkühlfisch in Supermärkten

Offenbar hat das NDR-Magazin „Markt“ einen neuen Fall von Verbrauchertäuschung seitens der Lebensmittelindustrie aufgedeckt. Die Hersteller spritzen demnach Fisch und Meeresfrüchte mit Wasser auf, um sie schwerer zu machen und somit teurer verkaufen zu können. Fast jede vierte Stichprobe im Test von Pangrasius, Schollen oder Garnelen war von dieser Praxis betroffen. Die zur Bindung des Fremdwassers notwendigen Zusatzstoffe wie Phosphate und / oder Citronensäure waren nur von einem Hersteller trotz Kennzeichnungspflicht deklariert worden.

http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/lebensmittel/tiefkuehlfisch127.html

Der Beitrag ist leider nicht mehr erreichbar.

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McSchule?

Als Konsequenz aus den ständigen Lebensmittelskandalen soll Verbraucherbildung ein Unterrichtsfach an Schulen werden. Foodwatch sieht durch die Einbindung der Fastfoodkette McDonalds als Sponsor statt Ernährungstipps eine politische Einflussnahme.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/mcdonalds-im-ernaehrungs-unterricht-wirbel-um-mcschule-1.1622614

Aigner bringt McDonald’s in die Schule

http://foodwatch.de/kampagnen__themen/kinderernaehrung/nachrichten/buendnis_fuer_verbraucherbildung/index_ger.html