Kategorie: Fleischindustrie

Der „Fleischatlas 2014“ zeigt Tendenzen der globalen Fleischproduktion auf

Auch wenn der Fleischkonsum in Deutschland im Jahr 2013 um durchschnittlich zwei Kilogramm pro Einwohner zurückgegangen ist, hat die Fleischproduktion trotz aller unerwünschten Nebeneffekte wie Lebensmittelskandale, Antibiotikamissbrauch oder Hormonrückständen unfassbare Dimensionen angenommen – mit fatalen Folgen.

http://www.bund.net/themen_und_projekte/landwirtschaft/service/materialien/fleischatlas/

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Nie wieder Fleisch?

Unfassbare Zustände in der Putenmast, Antibiotikaeinsatz in der Geflügelzucht allgemein, nicht fachgerechte Tötungen von Rindern – Fleischproduzenten stehen in der Kritik. Hinzu kommt, dass Futterexporte aus Dritte-Welt-Ländern dort zu Hunger führen und dass Exporte dorthin die Märkte zerstören. Über die verheerenden Auswirkungen der massenhaften Fleischproduktion.

Ein Rind stößt in einem Jahr so viele Treibhausgase aus wie ein PKW in 18.000 Kilometern, was der Entfernung Paris – Hongkong entspricht (Quelle: Eurostat (Yearbook 2011).

http://future.arte.tv/de/thema/gehts-auch-ohne-fleisch

Erneuter Gammelfleischskandal in Deutschland

Wie die ARD am 6.11.2013 berichtete, hat eine Fleischfabrik in Bad Bentheim (Niedersachsen) verdorbenes mit gutem Fleisch gemischt und weiterverkauft. Zwei Mitarbeitern, die sich weigerten, das gepanschte Fleisch zu verarbeiten und sich über den Vorarbeiter beschwerten, hatte das Unternehmen gekündigt. Daraufhin machten sie die Vorgänge in der Fabrik öffentlich. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

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19,5 Tonnen belastetes Putenfleisch aus Rumänien

Und wieder ein neuer Lebensmittelskandal: Ein Münsteraner Unternehmen hatte das Gefügelfleisch mit einem 27-fach erhöhten Wert des Reserve-Antibiotikums Enrofloxacin an eine Handelsfirma im Kreis Warendorf verkauft, die es nach der Verarbeitung an ca. 15 Großküchen in Deutschland, Österreich und Großbritannien ausgelieferte. Rund 13 Tonnen des Putenfleischs konnte durch die Behörden nicht mehr sichergestellt werden.

http://www1.wdr.de/themen/panorama/putenfleisch100.html

Der Beitrag oben ist leider nicht mehr erreichbar.

Informationen zu Enrofloxacin in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Enrofloxacin

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Der Pferdefleischskandal

PferdKOMMENTAR:

Form-, Hormon-, Klon- und Gammelfleisch, Antibiotika-verseuchtes Geflügel, mit Medikamenten belastetes Pferdefleisch unbekannter Herkunft, das als Rindfleisch angeboten wird – kaum vergeht noch ein Jahr ohne Fleischskandal. Und mit der gleichen Regelmäßigkeit erreicht uns die Hilflosigkeit der überlasteten, kontrollierenden Behörden, mit der jene im Alltag einer Herausforderung wie dieser im Vorfeld zu begegnen haben. Und die zuständigen Regierungsstellen? Die zeigen sich wieder einmal mehr entrüstet über die Dreistigkeit des Vorgehens der Verursacher. Auf eine wirklich umfassende Gesetzesverschärfung mit massiveren Sanktionen für dererlei „Kavaliersdelikte“ werden die Verbraucher wohl vergebens warten müssen und so bleibt die Gewissheit auf den nächsten Fleischskandal. Hier möchte ich jetzt schon auf die gigantischen Möglichkeiten hinweisen, die in der Weiterverarbeitung der wertvollen, aus Insekten gewonnenen Proteinen liegt.  >-)))D

 

FAKTEN TEIL 1:

Wie kam das Pferd in die Lasagne?
http://www.tagesthemen.de/inland/faqpferdefleisch100.html

Welche Produkte und Händler sind betroffen?
http://www.tagesthemen.de/inland/pferdefleisch-deutsche-supermaerkte102.html

 

FAKTEN TEIL 2:

10.4.2013: Niederlande rufen 50.000 Tonnen Fleisch zurück

Weil Rindfleisch Pferdefleisch untergemischt wurde, hat die niederländische Lebensmittelaufsicht 50.000 Tonnen des nach ganz Europa exportierten Fleisches zurückgerufen. Die Auslieferung fand zwischen Januar 2011 und Februar 2013 statt.

11.4.2013: 124 Betriebe in Deutschland betroffen

Der niederländische Großhändler Willy Selten soll seit mehr als zwei Jahren Pferdefleisch falsch etikettiert haben. Aufgefallen war das Unternehmen den niederländischen Behörden bereits im Februar im Zusammenhang mit dem Pferdefleisch in Lasagne.

14.4.2013: „Betrügerische Handelskanäle“

Die Behörden der Niederlande ermitteln inzwischen gegen drei Unternehmen und sprechen von „betrügerischen Handelskanälen“. Als Hauptverdächtiger soll der Großhändler Willy Selten möglicherweise das Fleisch Tausender Pferde mit Rindfleisch vermischt und auch an über 100 Betriebe in Deutschland ausgeliefert haben, meldet die dpa.

16.4.2013: Pferdefleisch in fast jedem 20. Fertigprodukt

Beruhigende Nachrichten für die Verbraucher sollen es sein: In nur 4,66 Prozent der getesteten Rindfleisch-Produkte wie Lasagne, Hamburger oder Gulaschsuppen sei Pferdefleisch gefunden worden. In Deutschland wurden 29 von 878 Proben positiv auf Pferdefleisch getestet, also 3,3 Prozent, wobei in den Monaten Februar, März und April bei umfangreicheren Tests in sogar 7,5 Prozent der Proben Pferdefleisch entdeckt wurde. Die meisten Funde falsch ausgezeichneten Pferdefleischs wurden in Frankreich gemacht, nämlich 13,3 Prozent. Diese Erkenntnis der EU-Kommission erwächst aus ca. 7.300 durchgeführten Gentests.

Rückstände vom entzündungshemmenden Medikament Phenylbutazon wären laut Europäischer Arzneimittel-Agentur und der Lebensmittelsicherheitsbehörde bei gerade mal 0,5 Prozent der getesteten Schlachtpferde gefunden worden. Eine „unmittelbare Gefahr“ durch das Medikament für Verbraucher gehe davon jedoch nicht aus.

Siehe auch:
http://www.tagesthemen.de/ausland/pferdefleisch192.html

 

INFORMATIONSPORTALE:

Informationen durch die Bundesländer oder das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zu Gesundheitsgefahren durch Lebensmittel
http://www.lebensmittelwarnung.de

 

Eine unvollständige Chronologie der Lebensmittelskandale seit 1997:

1997: Skandal wegen illegaler BSE-verseuchter Rindfleischimporte aus Großbritannien. Die Pflanzenfresser sind mit Tiermehl und Tierfett gefüttert worden, was 2001 europaweit verboten wird.

2001: Shrimps – belastet mit dem Antibiotikum Chloramphenicol – gelangen aus Asien über die Niederlande in den Handel. Die EU reagiert mit einem Einfuhrverbot für Shrimps, Kaninchenfleisch, Geflügel und Honig aus China.

2005: Hackfleisch mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum wird in Supermarktfilialen neu mit verlängertem Haltbarkeitsdatum verpackt.

2005: Gammelfleisch wird von zahlreichen Betrieben zu Döner und Wurst verarbeitet. Ein besonders skrupelloser Unternehmer aus Deggendorf hatte aus der Schweiz tonnenweise Schlachtabfälle importiert und an Lebensmittelproduzenten im In- und Ausland verkauft.

2008: Etwa 11.000 Tonnen von italienischem, mit Mäusekot und Würmern kontaminiertem Mozarella gelangen hierzulande in die Käsetheken.

2010: Ein niederländischer Hersteller liefert mit Dioxin belastetes Bio-Futtermittel in elf Bundesländer. Zahlreiche Bio-Höfe werden gesperrt.

2011: Durch mit dem EHEC-Erreger aus Fäkaliendünger verseuchte Sprossen ägyptischer Hersteller sterben in Deutschland fast 40 Menschen. Ein erster Verdacht, dass die Ursache der Erkrankungen mit dem Verzehr roher Tomaten und Blattsalate bzw. Gurken zusammenhängen könnte, hatte sich nicht bestätigt.

2012: In den Maschinen einer Brotfabrik bei München wurden zum wiederholten Mal Mäusekot und vergammelte Reste früherer Produktionen gefunden. Die Fabrik wurde geschlossen.

2012: Umweltschützer alarmieren die Öffentlichkeit wegen viel zu hoher Antibiotikawerte in Gefügelfleisch (siehe auch „Antibiotika im Trinkwasser von Hühnern und Puten“ sowie „Antibiotika in der Massentierhaltung„. Wegen mangelhafter Nachweise über die Medikation von Tieren überhaupt weitet sich die Debatte auch auf Schweine- und Rindfleisch aus (siehe auch „Mit Antibiotika-resistenten Keimen belastete Mettbrötchen„).

2012: Bis zum 21.2.2013 haben im Zusammenhang mit dem Pferdefleischskandal bereits 17* der 27 EU-Mitgliedsländer dem europäischen Warnsystem RASFF Verdachtsfälle bezüglich falsch ausgezeichneter Produkte gemeldet. Bei den betroffenen Lebensmitteln handelt es sich bislang um Nudel-Fertiggerichte, Burger, Hack- und Gefrierfleisch.
* Betroffene EU-Staaten, an die die Produkte ausgeliefert wurden, sind neben Deutschland: Frankreich, Großbritannien, Italien, Dänemark, Österreich, Niederlande, Irland, Spanien, Ungarn, Tschechien, Portugal, Griechenland, Schweden, Finnland, Bulgarien und Zypern.
Betroffene Nicht-EU-Staaten sind: Schweiz, Norwegen, Hongkong.

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